political pop up

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Es ist still geworden um Griechenland,
die Flüchtlingskrise hatte das Thema überblendet und es ist still geworden um die Flüchtlinge,
die Fußball-EM 2016 stahl sich in den Focus der Öffentlichkeit.

Einzig der allgegenwärtige Terror hat die Macht ebenfalls dieses Ereignis zu überlagern; wenn auch nur kurzzeitig¹.
(¹ so hoffen wir alle- und das aus den unterschiedlichsten Gründen)

# Anmerkung: Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich die private Meinung seines Autors wieder.
Was ist eigentlich los mit den Medien und was mit deren Konsumenten?
Gibt es vielleicht einen Schalter in unserem Hirn, der die Sensibilisierung für das unsägliche Elend und die himmelschreiende Ungerechtigkeit auf dieser Welt manipulieren kann und zwar nach den Impulsen des Mainstreams?

nachgehakt:

In Griechenland liegt die Arbeitslosenquote in 2016 bei 25%,
die Jugendarbeitslosigkeit immer noch bei 50%.
Jeder 3. Grieche ist von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen und fliegt damit automatisch aus seiner Krankenkasse. Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit erlischt auch der Versicherungsschutz. Dann fließt kein Geld mehr, da es in G. keine Arbeitslosenhilfe, o.ä. gibt.
Die Staatsschulden Griechenlands belaufen sich derzeit auf ca. 316 Mrd. Euro, oder: 180% des BIP.(erlaubt sind lt. Maastricht 60%, die Bundesrepublik liegt derzeit bei 70%)
Der größte Gläubiger ist nach wie vor der EFSF.
Die EU-Kommission selbst veröffentlicht übrigens erschreckende Zahlen auf ihrer Seite, die mich tief erröten lassen, ob des allg. Gejammers um die bangen Wachstumsprognosen infolge des sog.: Brexit.
Demnach sind 120 Millionen Menschen in der EU(24%) von Armut betroffen und davon sind 27% Kinder!!
(* Quellen: de.statista.com, deutschlandfunk.de, ec.europa.eu)

nachgehakt:

Ach ja, .. die Zuwanderungswelle ist jetzt bei uns angekommen- es redet nur keiner mehr drüber.
Täglich begegne ich Menschentrauben auf der Straße, vor den Discountern, in den Ämtern, oder in den Kreditinstituten. Alle besitzen sie ein Smartphone und die meisten auch eines von diesen klapprigen Spendenrädern. – Man erinnert sich an die Zeit der Abwrackprämie zurück, wo schon einmal Fahrzeug-„Schrott“ aus dem Land gesaugt und zentral gesammelt worden war.
Verstehen tu ich die „Neuankömmlinge“ rein muttersprachlich nicht, aber ich gebe mir offen gesagt auch keine große Mühe etwas daran zu ändern, weil mein Leben sehr komfortabel ist, so, wie es ist.
Apropos: Die Flüchtlingszahlen sind entgegen der allg. verbreiteten Meinung, nicht wirklich zurückgegangen.
Im Monat Mai 2016 gingen beim BAMF 55.259 Asylanträge ein. Das übertrifft schon wieder den zweitstärksten Zuwanderungsmonat des Jahres 2015. Spitzenmonat war seinerzeit der November(15) mit 57.816 Asylanträgen.
Das hat natürlich Folgen => s. Behörde im Ausnahmezustand. Leider wird so etwas wenig kommuniziert, aber jeder kann sich ausrechnen, dass die Abarbeitung der neuen Verfahren immer weiter in den Hintergrund verlagert wird. Da potenziert sich ein riesiger Verwaltungsberg zusammen.
Und obwohl niemand mehr an das Märchen glaubt, Frau Merkel habe die Flüchtlingswelle ausgelöst- denn die Völkerwanderung war im Grunde vorprogrammiert(s. Oktober 2014), gibt es jetzt harte Kritik in Richtung Berlin.
Der Ökonom u. ehemalige Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, wirft der Kanzlerin vor, eine Milchmädchenrechnung zu betreiben.
(* Quellen: bamf.de, bmi.bund.de)

Es bleibt spannend im Land. Egal, ob wir nun das Finale in Frankreich am kommenden Sonntag erreichen, oder nicht.
Die Uhr dreht sich indes gnadenlos weiter, wenn auch etwas anders in Europa, nachdem die Britische Krone den Laden verlassen will.